SKANDAL! Datenmissbrauch durch INetCash



INetcash.de – vielen klingt dieser Name wie ein Virus im Ohr.
Mehrere Tausend Euro Aussenstände wurden bei dieser Surfbar innerhalb von insgesamt ca. 9 Jahren angehäuft.

Als INetcash 2002 das erste mal von der Bildfläche verschwand, wurden die User im Regen stehen gelassen. Auszahlungen folgten keine.
Dann auf einmal, im Juni 2008, startete man mit INetcash einen “neuen Versuch”. Ob nur versucht werden sollte die User erneut abzuzocken, oder ob tatsächlich versucht wurde erfolgreich zu sein, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Eine Stundenvergütung von 7,5ct., lies allerdings große Bedenken zu, da eine solche Vergütung eigentlich nicht tragbar ist bzw. wäre.
Eine Refvergütung von 10% ließ sogar viele Refjäger den “natürlichen Verstand verlieren”. Unmengen User wurden geworben. Mehrere 10tausende User meldeten sich innerhalb kürzester Zeit bei INetcash an.
Allein ein Blick ins Impressum hätte schon genügt um den Verstand wieder klar zu bekommen. Dort ist nämlich folgendes zu finden:

INetCash.de Ltd.
ACCOUNTANCY HOUSE 4 PRIORY ROAD
KENILWORTH
WARWICKSHIRE
UNITED KINGDOM
CV8 1LL
Company Number: 06642922

Eine Ltd.. Eigentlich vergleichbar mit einer GmbH. Der große Unterschied ist allerdings dass man als Ltd. (Sitz in England) nur mit einem minimalen Betrag haftet. Möchte man eine Ltd. eröffnen, so muss man als Stammkapital mind. 10€ einsetzen. Und genau mit dieser Summe wird dann auch gehaftet.
Bei der deutschen GmbH ist das allerdings anders organisiert. Auch hier wird nur mit dem Stammkapital gehaftet – dieses liegt zwangsläufig aber wesentlich höher als 10€.
Diese simple Möglichkeit ein Unternehmen zu gründen, für das man nicht privat haften muss, nutzen viele Betrüger aus.

INetcash firmiert(e) also als Ltd..
Kurz und knapp formuliert: Schuldet INetcash seinen Usern Geld und diese möchten es z.B. einklagen, dann ist nichts zu holen.

Aber auch diese Tatsache hinderte die vielen User nicht daran die INetcash-Surfbar stundenlang, teilweise auch 24 Stunden am Tag, laufen zu lassen. Der virtuelle Kontostand ist gewachsen und gewachsen und gewachsen…
Durch die hohe Vergütung, der dadurch schnell ansteigende Verdienst und die geringe Auszahlungsgrenze von nur 5€, sorgten dafür dass die meisten sich natürlich nicht bei “nur” 5€ schon auszahlen lassen wollten. Man lies den Kontostand anwachsen.
Irgendwann haben aber die ersten User ihre Auszahlung beantragt. Ab diesem Zeitpunkt ging es also wieder bergab mit INetcash.

Auszahlungen erfolgten keine, bzw. hat man gelesen dass ein paar Mitglieder ausgezahlt wurden, diese aber nur mit Minimal-Beträgen. Dies sollte aber wohl nur noch mehr User anlocken.

Auch heute versucht INetcash weiterhin neue Mitglieder anzulocken. Ein offizielles Ende gibt es nicht.

Als ob das Ganze nicht schon skandalös genug wäre, mussten wir heute aus diversen Foren erfahren dass die Betreiber der Surfbar dem Ganzen noch einen drauf setzen:

DATENMISSBRAUCH!

Wie man aktuell im Klamm-Forum und in diversen Blogs, wie dem Paid4-Blog, lesen kann, haben diverse angemeldete Mitglieder von INetcash mysteriöser Weise Post erhalten die sie nie verlangt haben.
Der Mobilfunk-Anbieter o2 bietet derzeit in einer Aktion an dass man auf Wunsch 4 kostenlose Sim-Karten erhält. o2 nutzt unter anderem die Möglichkeiten der Affiliate-Netzwerke wie z.B. affili.net um ihre Umstätze zu steigern und um solche Aktionen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.
Ist man bei bei einem solchen Affiliate- bzw. Partner-Netzwerk angemeldet, so hat man die Möglichkeit durch die Vermittlung solcher sogenannten “Leads” Provisionen zu generieren bzw. Geld zu verdienen.

Die Vermutung liegt also nah dass INetcash diese Bestellungen manuell ausgeführt hat, die vorhandenen Userdaten genutzt hat und so eine Menge Geld damit verdient hat. Dies ist ein eindeutiger Fall von Datenmissbrauch.

Hier ein Auszug einer Aussage eines betroffenen Users:

Hat jemand von euch auch Post von o² bekommen???
Ich habe heute 4 Freikarten bekommen, die ich selber nie bestellt habe.
Meine Daten sind die, die bei denen hinterlegt sind. Inklusive der Telefonnumer, die ich nur bei denen (INetcash) angegeben habe.
Die Krönung ist die Emailadresse: schwester_e@inetpost.net.
Das ist garnicht meine. Der Verein wo die adresse herkommt gehört aber zu denen.
Das heißt, die legen sich mit den Userdaten Emailadressen zu, faken dann Bestellungen über Netzwerke um die Provision zu kassieren und man wundert sich dass einem hier Sachen ins Haus flattern, die man garnicht bestellt hat.
Nicht nur dass ich seit 2008 auf meine Auszahlungen warte, nein, die wirtschaften auch noch in die eigene Tasche auf Kosten anderer.

Nach dieser Aussage des Mitglieds, haben sich viele weitere gemeldet und genau dieses bestätigt.
Was lässt sich INetcash noch einfallen?
Kann man das überhaupt noch toppen?

Wenn der Fall INetcash so weiter geht, dann hat dieser absolut große Chancen dazu der größte Paid4-Skandal der letzten Jahre zu werden.
Wir möchten allen betroffenen Usern empfehlen sich rechtlichen Rat einzuholen, da man derzeit nicht einschätzen kann was die Zukunft um INetcash noch mitsich bringt.

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18 Kommentare

  1. isdochwurscht^^ sagt:

    also ich finde es ein wenig frech und dramatisiert nur weil das impressum eine englische adresse beinhaltet heißt es nicht das es ein abzock projekt ist.

    das es klappen kann hat mir zum beispiel flatwin ganz gut bewiesen.

    aber abzocke war es trotzdem

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  2. Philippo sagt:

    Auch ich habe mich zu einer Anmeldung auf InetCash, aufgrund der hohen Vergütung von 7,5Cent/h, hinreißen lassen. Nach monatelangem Warten auf meine Auszahlung, kündigte ich meinen Account…
    Nur verschwendete Zeit

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  3. nical30 sagt:

    Also ich bin auch auf diesen Dienst INetCash hereingefallen. Bei mir hatte ich zum beispiel das Problem das ich mir andauernd die Surfbar runterladen musste, weil angeblich meine Daten nicht gestimmt hatten. Als ich dann mal bei Google nach gesucht habe hatte sich herrausgestellt das viele User auf Ihr Geld warteten, ich hatte Gott sei dank noch nicht so viel Geld zusammen gesurft so das es mir nicht all zu weh tat mich dort abzumelden! Aber ich wäre auch dafür wenn es eine Liste gäbe für die schwarzen Schafe unter der Paid4 Sezene- die es leider nun mal gibt!

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  4. Natan der Weise sagt:

    zitat von tyck06 | 16-02-2010, 12:11

    Warum gibtes immer noch keine “schwarze Liste”für Anbieter solcher Dienste, damit man vor Abzocke geschützt wird.

    Weil das eh keinen interessieren würde, denn in vielen Boards wird vor schwarzen Schafen gewarnt,
    doch es gibt eben viel zu viele Lemminge die trotzdem dorthin gehen oder aber selbst bei nicht erfplgten AZ’s usw – die dortigen Webbis bis aufs Messer verteidigen.

    Die Paid4 Szene ist eine Grauzone und wird es so lange bleiben,
    bis es wirklich mal EINDEUTIGHE Gesetze dafür gibt – doch darauf werden wir bis zum Skt. Nimmerleinstag warten,
    weil es die Justiz nicht interessiert.

    Aus diesem Grunde wird es auch immer wieder schwarze Schafe geben,
    User die diese verteidigen und

    was jedoch wesentlich schlimmer ist,
    durch diese wird es eben immer wieder User geben die ihrem Geld nachlaufen müssen
    und wenn sie klagen
    nix dabei rumkommt.
    Darum hat Spandauer recht – JEDEN zu melden, der auch nur falsch denkt,
    denn

    wehret den Anfängen – danach ist es zu spät!

    Natan der Weise

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  5. Mika sagt:

    oki, thx @paid4magazin, jetzt weiß ich wenigstens wo die 4 SIM-Karten her kommen ^^

    Ich weiß jetzt aber auch, was ich damit tun werde: ich werd eine davon benutzen um O2 anzurufen (ist ja dann kostenlos) werd den sagen, dass sie für einen Fake bezahlt haben und sich mal schön das Geld zurück holen sollen.

    Wenn das viele machen, hat i-net-cash nix von der Nummer und mit O2 richtig stress, vieleicht dann auch das Netzwerk wo O2 die Leads gebucht hat, ist mir aber im Prinzip Schnuppe

    mfg
    Mika

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  6. Hemma Haring sagt:

    Wie kann es sein, dass so ein Unternehmen überhaupt so lange besteht und warum darf so eine Firma überhaupt noch mal starten, ohne ihre Altlasten auszugleichen??
    Naja ich denke die einzige Möglichkeit etwas gegen solche Abzocker zu unternehmen, ist Negativpropaganda machen= dieses Skandal auf möglichst vielen Internetseiten veröffentlichen, und selbst Meinungen einholen bevor man sich wo anmeldet.

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  7. tyck06 sagt:

    Warum gibtes immer noch keine “schwarze Liste”für Anbieter solcher Dienste, damit man vor Abzocke geschützt wird.

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  8. mathias sagt:

    @migi: die information, dass es schon in der vergangenheit zu problemen gekommen ist lässt nicht gerade darauf hoffen, dass sich etwas ändert und es könnte wieder zu ähnlichen problemen kommen.

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  9. migi sagt:

    Ich finde das eine Frechheit die Daten der User zu
    Missbrauchen. Zudem war die Webseite schon einmal eine reine Abzocke, das kann dieses mal auch nicht gut gehen.

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  10. itfreak12 sagt:

    Ich kann mich Mathias nur anschließen, aber an die kommt man nicht ran. Das ist wie mit den Einbrechern, die letztens bei uns in der Feuerwehr eingebrochen haben. Selbst wenn man sie kriegt, passiert denen nichts. So ist nunmal die Rechtsprechung. Es ist nicht mehr so, dass ehrlich am Längsten währt. Es dauert nur am längsten. Wenn das so weiter geht wird die PaidFor Szene irgendwann aussterben.

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  11. Mathias sagt:

    @2618ralf: vielleicht hilft es nicht die schwazen schafe einfach nur aufzudecken. man müsste sie zumindest bestrafen und sie dürften nicht alles machen können was sie wollen

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  12. 2618ralf sagt:

    Das ist ja mal echt das härteste, was ich bis jetzt in der paidmail-szene erfahre. Das klingt ja echt furchtbar und amcht mich erlich gesagt auch ein bisschen nachdenklich! Aber zum Glück werden diese schwarzen Schafe zumindest aufgedeckt!

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  13. MeVu sagt:

    Oh InetCash, die kenn ich auch noch, hab dort auch noch mehrere az offen und sogar eine in höhe von ca 5 euro bekommen, ja wahnsinn. Es ist doch wohl der absolute Hammer, das die einfach die Daten ihrer User dazu mißbrauchen, um kohle zu machen, man kann ja echt froh sein, das die “nur” die sim-karten bestellt haben und nicht noch irgenwelche anderen Verträge abgeschlossen haben, aber man kann ja nie wissen, nach diesem vorfall, wenn es wirklich so ist, ist denen alles zuzutrauen.

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  14. Mathias sagt:

    dieser fall von datenmissbrauch zeigt wieder auf, dass sich viele dienste nicht an gesetzte halten. user können sich dagegen nur schwer wehren oder kontrollieren ob und wie ihre daten verwendet werden.

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  15. itfreak12 sagt:

    Das Problem ist nur, wie soll ein Laie, wie ich einer bin, wissen, wo man sieht, ob der Mailer zertifiziert ist, oder nicht? Ich meine, klar, seit ich hier die News lesen, weiß ich, was passieren kann, aber bis vor kurzem wusste ich nichts von PaidMail und hab mich einfach irgendwo angemeldet. Naja, ich werde in Zukunft vorsichtig sein, nicht, dass ich irgendwann solchen Mist bekomme.

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  16. nillebubble sagt:

    Das ist ja wirklich schon mehr als ein Skandal, das ist wirklich ein unverschämtes Verbrechen!!! Ich bin froh, dass ich bei diesem Dienst nicht angemeldet bin, sonst hätte ich da aber mächtig Druck gemacht. Die Idee mit der Sammelklage ist nicht schlecht, ob sie aber letztendlich etwas Wesentliches bewirkt bleibt fraglich. Genau solche Meldungen über unzuverlässige Paidmailer sind der Grund, weshalb man sich wirklich nur bei zertifizierten Paidmailern, am besten noch mit Auszahlungs-Nachweis, anmelden sollte!

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  17. ulipan sagt:

    Bin selbst bei InetCash User gewesen! Kann nur davon abraten! Habe bereits zweimal die Auszahlungsgrenze erreicht und AZ angefordert! Das ist mittlerweile 12 Monate her!! Gesehen hab ich nichts vom Geld! Habe den Account zwar noch, aber habe seit 10 Monaten nichts mehr gesurft für die Verbrecher! Die sind kriminell! Alle die das hier lesen: FINGER WEG VON InetCash!!!!!!

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  18. Mathias sagt:

    wieder einmal ein paradebeispiel für einen unzuverlässigen dienst, der az nicht macht usw. vielleicht wäre eine sammelklage der user sinnvoll um ans geld zu kommen bzw solche unseriösen betreiber einmal abzuschrecken

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